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Kita-Betreiber setzt auf digitales Tool, um analoge Beziehungen zu fördern

12.07.2019 Kommentare (0)

"Die App erleichtert uns die Kommunikation und dadurch sparen wir einfach Zeit. Diese gewonnene Zeit investieren wir automatisch in unser pädagogisches Handeln." Lisa Baranyai fällt es leicht, gute Gründe für den Einsatz der Kita-Management-App Famly aufzuzählen, während sie am Tablet die verschiedenen Module der Anwendung präsentiert. 

Die Leiterin der Kita Unikate, am Campus der Universität des Saarlandes, war mehrere Wochen an einer Testphase der Software beteiligt. Der Kita-Betreiber Impuls Soziales Management beauftragte unterschiedliche Einrichtungen zu prüfen, ob der Einsatz eines digitalen Management-Tools die pädagogische Praxis bereichern könnte. Mittlerweile sind App und Tablet fester Bestandteil vieler Impuls-Einrichtungen und dienen als Messenger, Terminkalender, Anwesenheitsliste und Personaleinsatzplaner in einem. Eltern können sich die App auf ihr Smart-Device laden und in direkten Austausch mit der Kita-Gruppe ihres Kindes treten. Sie können Fragen stellen, Hinweise über den jeweiligen Versorgungsstand der Kleinen geben oder, je nach Vereinbarung, Fotos ihres Kindes empfangen. 

"Bei Kindergartenkindern (2 - 6 Jahre, Anm. des Verfassers) fragen wir zunächst nach ihrem Einverständnis, bevor wir Fotos von ihnen schießen und an ihre Familien senden dürfen", erklärt Baranyai. Das fördere die Kinder gleichzeitig in ihrer Selbstbestimmtheit und trainiere sie im Umgang mit der Omnipräsenz der modernen Medien. Bei Krippenkindern müsse man sich auf die Einverständniserklärung der Eltern berufen. "Jedes Team sollte für sich klären, welche Art von Fotos über die App verschickt werden sollen.", rät Baranyai. Das könnten Fotos sein, die die Entwicklung der Kinder nachhaltig dokumentieren. Oder es würden ausschließlich Fotos versendet, die zum Beispiel als Momentaufnahme einzelnen Familien zusätzliche Sicherheit geben, dass es ihrem Nachwuchs gut geht. 

Der App-Einsatz halte Vorteile an unterschiedlichen Schnittstellen bereit. In den täglichen Abholgesprächen mit den Familien könne sich die pädagogische Fachkraft stärker auf die pädagogische Arbeit am Tag konzentrieren, da für die Einrichtung relevante Informationen wie Schlaf- und Wickelprotokolle über die App kommuniziert werden. Diese Transparenz wirke sich aber nicht nur auf die Zufriedenheit der Eltern positiv aus, die so mehr Einblick in den Alltag ihrer Schützlinge gewinnen. "Es ist toll zu beobachten, dass das Team mehr Wertschätzung für die harte Arbeit erfährt, einfach weil mehr Gesprächsanlässe geboten werden. Die Dokumentation und der gemeinsame Einblick schaffen zusätzliches Vertrauen seitens der Familien.", gibt Baranyai zu verstehen. 

Die größte Chance, die der Einsatz eines solchen digitalen Tools mitbringt, bleibe aber die Zeitersparnis bei administrativen Tätigkeiten der Leitungen und Pädagogen. Damit gewinne man wertvolle Stunden, die stattdessen für die Arbeit mit den Kindern aufgewendet werden können. Beispielsweise gebe es im Spätdienst nur noch ein Tablet mit allen Informationen über die anwesenden Kinder, anstatt mehrere Übergabehefte von jeder Gruppe. Lisa Baranyai zeigt sich freudig: "Hier profitiert ganz klar die persönliche Beziehung - zwischen Fachkraft und Kind, wie auch zwischen Eltern und Einrichtungsteam." Ein digitales Moment fördert das analoge Miteinander. 

Quelle: Pressemitteilung Impuls Soziales Management 

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